Allgemeine Geschäfts Bedingungen (AGB)

1. Vertragsgegenstand
Die MOLA Yachting GmbH schließt mit dem Mitsegler einen Vertrag über die Teilnahme an einer sportlichen Veranstaltung, die nicht in Deutschland startet und/oder endet. Es kommt kein Reise- oder Transportvertrag zustande. Die Buchung wird verbindlich durch eine schriftliche Anmeldung und die schriftliche Bestätigung durch die MOLA Yachting GmbH.

2. Leistungsbeschreibung, Zahlungs- und Stornobedingungen
Die Zahlung der Teilnahmegebühr erfolgt in Höhe von 50% innerhalb einer Woche, die Restzahlung wird 12 Wochen vor Törnbeginn fällig. Für die Rechtzeitigkeit der Zahlungen kommt es auf den Zeitpunkt der Gutschrift auf dem Konto der Mola Yachting GmbH an. Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Koje auf der eingesetzten Yacht inkl. der Ausrüstung für den vereinbarten Zeitraum und der Gestellung eines qualifizierten Skippers sowie, auf ausgewiesenen Legs, das „Crew Fee“ des World Cruising Clubs. Nicht enthalten sind An- u. Abreise- sowie Visa-, Zoll- und sonstige Einreisekosten wie Impfungen etc., Liegegebühren, Klarierungs- und Passagekosten, Verbrauchsstoffe (Gas, Diesel, Benzin, Wasser), Verpflegung, Reinigung. Der Skipper ist von der Bordkasse befreit und wird aus dieser mitverpflegt. Das Crew Fee für den Skipper sowie die Anmeldegebühr der Yacht für die Veranstaltung wird von der MOLA Yachting GmbH getragen. Verzögerungen und Unannehmlichkeiten beim Ein- und Ausklarieren, die darauf beruhen, dass ein Crewmitglied keine gültigen Reisedokumente vorlegen kann, sind von diesem zu vertreten. Ist eine weitere Teilnahme am Törn wegen ungültiger Papiere nicht möglich, kann das betreffende Crewmitglied vom Törn ausgeschlossen werden. Alle Kosten und Lasten, die aus der Nichtbefolgung von Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen-, Drogen-, Gesundheitsvorschriften entstehen, gehen ausschließlich zu Lasten des verursachenden Crewmitgliedes; ebenso die daraus entstehenden Kosten für entstandenen Schäden.

Die Buchung ist übertragbar. Die Stornogebühr beträgt 50% der Teilnahmegebühr bis 12 Wochen vor Törnbeginn, danach werden 100% fällig. Sofern eine Ersatzbuchung zu gleichen Konditionen gelingt, beträgt die Stornogebühr 20%. Umbuchungen auf andere Zeiträume und/oder Etappen bedürfen der Zustimmung beider Vertragsparteien. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung wird ausdrücklich empfohlen.

3. Voraussetzungen an den Teilnehmer
Der Törnteilnehmer erklärt, physisch und psychisch den Anforderungen eines mehrwöchigen Segeltörns auf einem Sportboot gewachsen zu sein, die Visa-, Zoll- und Gesundheitsanforderungen der auf den Etappen geplanten Staaten zu kennen und zu erfüllen. Teilnehmern mit chronischen Krankheiten und/oder körperlichen Beeinträchtigungen wird explizit empfohlen, eine ärztliche Unbedenklichkeit einzuholen. Gleiches gilt für Frauen in fortgeschrittener Schwangerschaft. Der Skipper über chronische Krankheiten und/oder körperlichen Beeinträchtigungen oder auch eine fortgeschrittene Schwangerschaft zu informieren. Mit seiner Buchung erkennt der Teilnehmer an, dass ihm bewusst ist, dass trotz aller Sicherheitsmaßnahmen der MOLA Yachting GmbH bzw. des Schiffsführers ein Segeltörn der Natur der Sache nach ein Restrisiko für Leib und Leben beinhaltet.

4. Verhalten an Bord, Haftung
Der Skipper ist für die Sicherheit an Bord verantwortlich. Aus Gründen der Sicherheit und um den ungestörten Ablauf eines Törns zu sichern, ist den Anweisungen und Anordnungen des Skippers unbedingt Folge zu leisten. Ein Crewmitglied, das durch sein Verhalten seine oder die Sicherheit der anderen Crewmitglieder an Bord gefährdet, kann nach Erreichen des nächsten Hafens von der Teilnahme am Törn ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Crewmitglied den Anweisungen des Skippers wiederholt nicht nachkommt. In der oben genannten Situation bestehen für das betroffene Crewmitglied keine weiteren Rechtsansprüche, der Vertrag erlischt, der Törnpreis wird nicht erstattet. Für entstehende Folgekosten haftet die MOLA Yachting GmbH nicht.

Rauchen ist im Salon und unter Deck, schon wegen der Brandgefahr, nicht gestattet. Raucher sollten darauf achten, dass andere Crewmitglieder so wenig wie möglich belästigt werden. In jedem Fall ist auf der Lee-Seite, also der vom Wind abgewandten Seite, zu rauchen. Haustiere jeglicher Art sind nicht gestattet.

Die gesamte Sicherheitsausrüstung wird von der MOLA Yachting GmbH gestellt. Dabei handelt es sich um die für das Seegebiet geeignete und vorgeschriebene Ausrüstung. Für die Mitnahme geeigneter Bekleidung und Sonnenschutz ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich, ebenso für das Mitführen notwendiger Medikamentierung. Ein dem Seegebiet entsprechender Erste-Hilfe-Koffer ist an Bord. Dieser wurde unter ärztlicher Beratung zusammengestellt.

Das mitgeführte Satellitentelefon an Bord steht für private Kommunikation nur im Notfall zur Verfügung. Hintergrund ist die Schwierigkeit, die entstehenden, nicht unwesentlichen Kosten zuzuordnen.

Die Yacht ist kasko- und haftpflichtversichert. Fahrlässige und mutwillige Zerstörungen sind vom Verursacher zu ersetzen, soweit diese Schäden nicht von der schiffseigenen Versicherung getragen werden. Die MOLA Yachting GmbH haftet nicht für elektronische, elektrische, thermische und mechanische Beschädigungen von persönlichen Effekten sowie Beschädigungen durch Flüssigkeiten jeglicher Art. Crewmitglieder haften nur für persönlich verursachte Schäden an der zur Yacht gehörenden Ausrüstung. Dies gilt nicht für den Fall, dass den Anweisungen des Skippers nicht oder nur ungenügend Folge geleistet wurde.

Es sollte sich jedes Crewmitglied je nach Erfahrung, Neigung und Eignung an den anfallenden Arbeiten an Bord beteiligen. Allen Teilnehmern ist bewusst, dass es sich um eine sportliche Veranstaltung handelt und Komforteinbußen aufgrund widriger Witterung und/oder technischer Defekte wahrscheinlich sind und keine Törnpreisminderung bedingen. Die MOLA Yachting GmbH wird Reparaturen umgehend veranlassen. Verzögerungen im Zeitplan und/oder abweichende Ausgans- und Zielhäfen bedingen ebenfalls keinen Erstattungsanspruch von Crewmitgliedern. Dies gilt nicht für den Fall, dass die Yacht aus Sicherheitsaspekten nicht zur Verfügung steht. In diesem Fall erhält der Teilnehmer seine Törngebühr anteilig zurück. Die Übernahme von Folgekosten wie Mehrkosten der Rückreise gilt ausdrücklich als ausgeschlossen.

5. Ablaufänderungen
Bei Segeltörns können sich Abfahrtszeit und Ankunftszeit verändern, wenn auf dem vorherigen Törn widrige Wetterverhältnisse, gesundheitliche Beeinträchtigungen an Bord befindlicher Personen, technische Defekte, Havarien oder politische Unwägbarkeiten zu einer Verzögerung geführt haben. Der Törn selbst kann sich auch durch widrige Wetterverhältnisse so verlängern, dass der geplante Ankunftstag nicht eingehalten werden kann. Derartige Verzögerungen aufgrund von Wetterverhältnissen sind bei Segeltörns manchmal unumgänglich und begründen keinen Ersatzanspruch des Crewmitgliedes, wenn kein nachweisbares Verschulden des Skippers vorliegt. Aus diesem Grund wird der Törnverlauf, auch ein ggf. abweichender Zielhafen, so gewählt, dass das Endziel des Törns nach Möglichkeit bestehen bleibt. Sofern gebuchte Legs aus vorgenannten Gründen nicht durchgeführt werden können, beschränkt sich die Haftung der MOLA Yachting GmbH auf die Höhe der Teilnahmegebühr.

6. Datenschutz
Die der Mola Yachting GmbH zur Verfügung gestellten persönlichen Daten (Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Geburtsort, Wohnanschrift, Festnetz-, Mobilfunknummer, E-Mail, seemännische, meteorologische und medizinische Qualifikationen, Staatsangehörigkeit, Reisepasses-Nr.,-, Ausstellungsdatum, Gültigkeit und ausstellende Behörde des Reisepasses, Notfall-Kontaktdaten) werden von diesem nur für die mit dieser Veranstaltung notwendigen Weitergaben wie Vertragsabwicklung, Aus- und Einklarieren und behördliche Auskünfte genutzt.

7. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam oder nichtig sein oder infolge Änderung der Gesetzeslage oder durch höchstrichterliche Rechtsprechung oder auf andere Weise ganz oder teilweise unwirksam oder nichtig werden oder weist dieser Vertrag Lücken auf, so sind sich die Parteien darüber einig, dass die übri¬gen Bestimmungen dieses Vertrages davon unberührt und gültig bleiben. Für diesen Fall verpflichten sich die Vertragsparteien, unter Berücksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben an Stelle der unwirksamen Bestimmung eine wirksame Bestimmung zu vereinbaren, welche dem Sinn und Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahe kommt und von der anzunehmen ist, dass die Parteien sie im Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbart hätten, wenn sie die Unwirksamkeit oder Nichtigkeit gekannt oder vorhergesehen hätten. Entsprechendes gilt, falls dieser Vertrag eine Lücke enthalten sollte. Änderungen und Zusätze zu dieser Vereinbarung bedürfen der Schriftform.

8. Gerichtsstand
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist Bergen auf Rügen.

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